Eis mit Milch von glücklichen Kühen

kuhSeit diesem Jahr bekommen wir von der Eismanufaktur Soest die Milch für unsere Eisproduktion vom Hellweghof in Welver. Darüber sind wir zugegebenermaßen sehr glücklich.

Denn der Hellweghof hat sich der ökologischen Landwirtschaft mit den höchsten Qualitätsstandards verschrieben. Die Betreiber Familie Scholz produzieren z.B. das Futter für ihre Kühe selbst. So ist sichergestellt, dass weder genverändertes oder verseuchtes Futter noch Medikamtencocktails in die Kuh und letztlich in die Milch gelangen.

Am 30. April 2016 findet übrigens passend dazu eine Hofbesichtigung statt. Sehr empfehlenswert – weitere Infos unter www.hellweghof.de

Wir haben das Gefühl, dass man die Milch von glücklichen und gesunden Kühen herausschmecken kann, das mag aber auch Einbildung sein. Zumindest ist der Gedanke, die qualitativ bestmögliche Milch für unser Eis verwenden zu können, ein äußerst angenehmer!

Heute ist Frühlingsbeginn

heiss-dunkleschokoladeSeit heute ist offiziell Frühling. Ob es an der hohen Luftfeuchtigkeit und den niedrigen Temperaturen liegen könnte, dass sich bei mir noch keine Frühlingsgefühle breit machen wollen?
 
Doch vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, dezent auf einige unserer Heißgetränke hinzuweisen, die es in dieser Form nur bei uns zu schlürfen gibt:
 
HEISSE MANDELMILCH
selbstgemacht, laktosefrei, vegan und natürlich ohne Konservierungsstoffe
 
HEISSE SCHOKOLADE
Aufgeschäumte Milch mit echter flüssiger Zartbitterkuvertüre.
Gibt es auch mit flüssiger weißer Schokolade
 

CHAI LATTE
Aufgeschäumte Milch mit selbst angesetztem Chai-Sirup. Natürlich ohne Konservierungsstoffe und sowas.

 
BARAQUITO
Haben wir auf La Gomera kennen und lieben gelernt. Vergleichbar etwa mit einem Espresso Macchiato mit einem Schuss süßer Milch
 
Dann gibt es noch den Affogato, den Eiskafee Frappé und so weiter. Aber davon erzähle ich dann an einem der nächsten Regentage …
 

Saisoneröffnungs- impressionen

eroeffnung16-5Nun sind seit der Saisoneröffnung auch schon wieder fünf Tage verstrichen – erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht.

Noch erstaunlicher war es, dass trotz der eher unfreundlichen Wetterlage zahlreiche Stammkunden ihre Aufwartung machten und sehr nette Dinge sagten, wie: „Schön, dass ihr wieder auf habt.“

Da wird uns ganz warm um’s Herz! Trotz 4 Grad und Nieselregen.

Anbei ein paar Impressionen – danke an alle Beteiligten, dass wir die Fotos veröffentlichen dürfen!

Satte Rabatte

bonuskarteWas viele (Stamm-)Kunden bereits letzte Saison angeregt haben, wird zur Saisoneröffnung ab 04. März 2016  Realität: eine Bonuskarte für Vielschlecker.

Die auf 250 Exemplare limitierte Bonuskarte im handlichen Visitenkartenformat kostet 30 EUR. Dafür gibt es Eiskugeln für 33 EUR und drei Gratistoppings, die irgendwann im Laufe des „Karte-abarbeitens“ eingelöst werden können.

Das müssten 15% Rabatt sein, sofern wir uns nicht verrechnet haben…

Wichtig ist, dass ihr die Karte grundsätzlich bereits bei der Bestellung an der Eistheke vorzeigt.

Die Bonuskarte ist übertragbar, besitzt unbegrenzte Gültigkeit und gilt für alle 1,- EUR-Kugeln aus der Eistheke.

Bis Freitag dann an der Eistheke. Wir freuen uns, Sie wiederzusehen!

Wir gehen in den Winterschlaf

Das Team 2015Unsere erste Eissaison in Soest ist um. 255 extrem intensive Tage. Es klingt wie aus einer Touristik-Broschüre abgeschrieben, aber ich bin glücklich, in diesem wunderschönen Städtchen Eis verkaufen zu dürfen. Einem wunderschönen Städtchen mit entspannten, sympathischen Menschen, denen zum Glück auch noch unserer Eis schmeckt – und sehen, dass wir lieben, was wir machen.

Das gesamte Eismanufaktur-Team bedankt sich für Eure Treue, Unterstützung, Wertschätzung und Tipps!

Wir werden nun den Laden weiter verschönern (Sitzbereich, Markisen, Wände etc.) und je nach Wetterlage Ende Februar/Anfang März 2016 wieder eröffnen.

Bis bald,
Gesa (Praktikantin), Lea, Janice, Karo, Mariella, Theresa, Helena, Petra, Rudi, Torsten, Anastasia, Angela, Saskia & Victoria

Das Team 2015

Aus! Aus! Es ist aus!!!

Es ist 15:17 Uhr und es ist tatsächlich soweit – die Eistheke ist leer und wir können beruhigt in den Winterschlaf gehen!

Dank geht nicht nur an all denen, die heute mit ihren Riesenbestellungen halfen, eine gut gefüllte Eistheke binnen drei Stunden (!) leerzuräumen, sondern auch allen, die uns die gesamte Saison über begleitet haben. Und natürlich auch denen, die die Eismanufaktur vielleicht erst gestern kennenlernten.

Vielen, vielen Dank für euer Vertrauen, eure Unterstützung, Tipps, Verbesserungsvorschläge, Infos … und überhaupt für alles!

Euer Eismanufaktur-Team

MORGEN LETZER TAG VOR DER WINTERPAUSE

… und ihr bestimmt den Preis für euer Eis

Nach der Kirmes ist vor unserer Winterpause. Am morgigen Montag werden wir die letzten Eisreserven vergeben. Wie es aussieht, wird morgen sogar noch etwas BELGISCHE SCHOKOLADE übrig bleiben.

Wir öffnen Punkt 12 Uhr bis spätestestens 17.30 Uhr unsere Eisbar und werden ausschließlich gut einfrierbare 1 Liter-Eisschalen mit gut verschließbaren Deckel ausgeben.
Natürlich kann eine Eisschale mit mehreren Sorten gefüllt werden.

Der Clou an der Sache ist: Statt dem Normalpreis von 15 EUR pro Liter Eis bestimmt ihr am letzten Tag den Preis selbst!

Natürlich nur solange der Vorrat reicht. Und irgendwie habe ich das Gefühl, man sollte früh vorstellig werden, wenn man auf BELGISCHE SCHOKOLADE spekuliert…

Bis morgen,
Torsten und das ganze Eismanufaktur-Team

Schonungslos offengelegt: So geht es zu in der Eismanufaktur!

Um einen Blick hinter die Kulissen unserer Eismanufaktur zu erhaschen, eignet sich der nachfolgende Bericht sehr gut. Verfasst wurde er von unserer 13jährigen Praktikantin Gesa, die uns ihm Rahmen eines dreiwöchigen Schulpraktikums im Oktober 2015 tatkräftig unter die Arme griff.

gesa00Danke, Gesa, dass wir deinen Praktikumsbericht hier veröffentlichen dürfen!

Praktikumsbericht
Einleitung (von Gesa L. aus Soest)

In den drei Wochen meines Betriebspraktikums habe ich in der ‚Eismanufaktur Soest‘  gearbeitet. Die ‚Eismanufaktur‘ ist ein Eiscafé mit neun Mitarbeitern. Das Eis wird von dem Inhaber Torsten Ritzki in traditioneller Herstellungsweise selbst gemacht.
Herr Ritzki ist gelernter Konditor, er hat 20 Jahre in einem Eiscafé in Essen gearbeitet, bis er im Februar 2015 hier in Soest die ‚Eismanufaktur‘ eröffnet hat.

Die ‚Eismanufaktur‘ ist ein sehr hübsches , kleines Eiscafé mit sehr freundlicher Bedienung und ich finde, das Eis schmeckt einfach richtig gut.  Aus diesen Gründen und weil ich neugierig war, wie es ist Kunden zu bedienen, habe ich mich für diesen Ort als Praktikumsplatz entschieden.

Bei der Planung für mein Praktikum haben ich mit Torsten Ritzki nur das Nötigste besprochen. Er sagte mir, dass ich im Verkauf helfen werde und auch bei der  Zubereitung in der Küche dabei sein dürfe. Dies waren für mich beides neue Arbeitsbereiche, denn bis auf das Mithelfen im Schulkiosk habe ich so eine Arbeit noch nicht gemacht.
Meine Arbeitszeiten waren von Montag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr.

Da dies ein Betrieb ist, in denen ich mit Lebensmitteln in Kontakt komme, musste ich mir bei der Kreisverwaltung Soest eine Bescheinigung zur “Belehrung zum Infektionsschutzgesetzes“ holen. In einem etwa 45minütigem Vortrag wurden wir in einer Gruppe mit anderen Teilnehmern über Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln und die Vermeidung zur Übertragung von Krankheiten unterrichtet.

TAG 1

gesa03Wetter: Sonnig und warm. Hin und wieder Regenschauer
Heute war mein erster Tag in der Eismanufaktur. Der Inhaber Thorsten Ritzki zeigte mir, wie ich mit dem Portionierer für die Eiskugeln umgehe: vor jeder Benutzung muss man ihn sauber spülen. Dafür gibt es extra ein kleines Waschbecken mit Spülbrause, auf den  man den Portionierer draufdrückt und er dadurch von oben und unten mit Wasser gesäubert wird. Bevor man damit wieder neue Eiskugeln formt, muss man den nassen Eisportionierer abtrocknen. Es reicht, wenn man ihn dazu kurz auf einem Handtuch ausklopft. Das ist wichtig, damit kein Wasser auf die Eiskugeln kommt. Denn dann schmeckt das Eis nicht mehr.

Eine Eiskugel sollte etwa 65 bis 70 Gramm wiegen. Es ist besser, wenn sie etwas mehr als zu wenig wiegen. Dennoch muss man aufpassen, das man ungefähr gleichgroße Kugeln formt, damit es gerecht bleibt.
Am Anfang dachte ich: ,,Oh je, das ist ja doch viel schwieriger als es aussieht.“ Aber nach einer Weile machte es richtig Spaß. Als ich kurze Zeit später mein erstes Eis mit einer Kugel verkaufen durfte, war ich sehr stolz.

Ich habe an dem Tag auch gelernt, welche Größe Eishörnchen oder Becher ich für die jeweilige Anzahl von Kugeln nehmen muss. Zum Beispiel eine Kugel gehört in den kleinsten Becher oder in das kleinste Hörnchen. Zwei Kugeln beziehungsweise eine Eiskugel mit Sahne kommen in den nächstgrößeren Becher oder Waffel und so weiter.
Es gibt vier verschieden Größen von Bechern und drei verschiedene Größen von Waffelhörnchen.

Ich habe auch die Leute bedient, die ihr Eis nicht mitnehmen, sondern in der Eismanufaktur essen wollten. Diese Leute bekamen ihr Eis statt in Pappbechern in Glasschalen serviert.
Außerdem habe ich zugeschaut wie Schokoschalen, Erdbeerschalen oder Milchshakes gemacht werden.
Ich habe an dem Tag mit zwei Mitarbeiterinnen zusammengearbeitet, die beide sehr nett sind und mir alles gut erklärt haben.
Die Kunden kamen immer schubweise. Manchmal war es sehr voll und dann wieder ganz leer. Ich merkte, dass es von der Sonne abhing, ob die Leute Lust auf Eis haben oder nicht.

Ich habe nicht nur Eis verkauft sondern auch den Müll entsorgt, Teller und Gläser vorgespült, diese dann in die Geschirrspülmaschine eingeräumt. Weiter habe ich  die Tische abgeräumt und abgewischt und für die nächsten Kunden zurechtgemacht.
Um viertel vor sieben haben wir angefangen die Tische und Schirme von draußen rein zuholen. Insgesamt  hat es mir heute viel Spaß gemacht aber meine Beine tun weh vom vielen Stehen und meine Hand, in der ich den Portionierer immer halte, tut mir auch sehr weh wegen der vielen Eiskugeln.

TAG 2

Wetter: Sonnenschein aber eher kalt
Heute habe ich weniger Eis verkauft, da es kälter als gestern war. Mein Chef hat mir angeboten, dass ich du und Torsten zu ihm sagen kann. Mir gefällt es gut, dass alle Mitarbeiter sich duzen. Ich habe ganz schnell gemerkt, dass hier eine sehr entspannte und freundliche Arbeitsatmosphäre ist.

Torsten zeigte mir, wie ich die Kasse bedienen soll. Die Kasse hat viele verschiedene Tasten, auf denen die einzelnen Artikel stehen. Wenn jemand zum Beispiel ein Spaghetti-Eis kaufen will oder einen Kaffee, brauche ich nur auf die jeweilige Taste drücken und dann zeigt die Kasse mir an, wie viel der/die Kunde/Kundin bezahlen muss.
Wenn der Kunde mir dann einen 10 Euro Schein gibt, lege ich mir den auf den Rand der Kasse, weil wenn ich den Schein direkt in die Kasse legen würde, könnte der Kunde sagen:,, Wieso geben sie mir nur so wenig Geld zurück? Ich habe ihnen doch einen 20 Euro Schein gegeben. Und ich könnte dann nicht nachweisen das er mir nur einen 10 Euro Schein gegeben hatte.

Ich habe auch gelernt wie man das Rückgeld  ausrechnet. Wenn etwas zum Beispiel 3.90 Euro kostet, und mir der Kunde einen 20 Euro Schein gibt, gebe ich es ihm folgendermaßen zurück: erst ein 10 Cent Stück, dann sind es 4 Euro, dann 1 Euro, dann sind es 5 Euro, dann gebe ich ihm einen 5 Euro Schein, dann sind es 10 Euro, und zum Schluss gebe  ich ihm noch einen 10 Euro Schein und dann komme ich wieder auf die Zahl 20. So kann ich sicherer rechnen, wie viel Rückgeld der Kunde bekommt, indem ich es einfach hoch zähle.

Wegen des Wetters hatte ich relativ wenig zu tun und habe darum viel geputzt und gespült, habe die Tische abgewischt und die Stühle zurechtgerückt.
Wir hatten kein Kakaopulver mehr, weshalb ich los gegangen bin, neuen zu besorgen. Ich habe aber dummerweise den falschen Kakao gekauft (mit Vanille) und durfte dann noch einmal los, um den richtigen zu holen.

Danach habe ich 4 Schachteln Erdbeeren geschnitten als Topping. Toppings sind verschiedene essbare Dekorationen, wie Schokoladenstückchen, oder Krokant aber auch geschnittenes Obst wie Erdbeeren oder Kiwi. Man verziert mit den Toppings den Frozen Joghurt, oder auch Eiskugeln.
Frozen Joghurt ist eine Süßspeise aus gefrorenem Joghurt.

TAG 3

gesa02Wetter: Regnerisch, ab und zu Sonnenschein und windig
Heute erklärte man mir die Funktionen der Kaffeemaschine. Mit der Maschine kann man Espresso, Cappuccino, Kaffee (groß und klein), Latte Machiato, Milchkaffee und Barakito machen. Es viel mir schwer, mir  zu merken, auf welchen Knopf ich drücken muss und wie viel Kaffeepulver ich benötige. Es wird noch eine Weile dauern bis ich es verstehe.
Was ich aber weiß ist: Zu einem Kaffee gehört immer eine Untertasse, mit einem Löffel und einem Brownie darauf.

Den Löffel muss man so legen, dass er genau wie der Henkel der Tasse auf der rechten Seite ist. Der Löffelgriff ist vor dem Tassengriff. Das dient dazu das man erst den Brownie essen kann, dann den Kaffee mit dem Löffel umrühren kann und dann die Tasse zum Mund führen kann. Ob jeder das genau in dieser Reihenfolge macht weiß ich nicht. Alle Linkshändler haben Pech gehabt.
Ich habe heute schon viele Leute wiedergesehen, denen ich in den letzten 2 Tagen schon Eis verkauft habe.

Heute war sehr wenig los und wir hatten viel Zeit zum Putzen.
Außerdem konnte ich das erste Mal helfen, eine Eistorte zu schichten.  Dieser Vorgang heißt in der Fachsprache: es wird eine neue Torte “eingesetzt“. Torsten macht viele solcher Torten, die man an Geburtstagen oder für Feiern bestellen oder verschenken kann.
Der Boden einer Eistorte besteht aus einem Wienerboden, auch Bisquitboden genannt. Auf diesen Boden wird zuerst ein Metallring gedrückt, der den Boden auf die passende Größe ausstanzt. Dieser Metallring bleibt zur Weiterverarbeitung der Torte dran, bis alle Schichten auf dem Boden verteilt sind.

Torsten macht seine Eistorten aus drei Schichten mit drei verschiedenen Eissorten.  Bei der untersten Schicht Eis hat er mir gezeigt wie es geht und wie man das Eis mithilfe eines Hörnchens verteilt.
Ein Hörnchen, auch Teigschaber genannt, ist ein Plastikschaber, mit dem man das Eis auf einer Eistorte verteilen kann. Auch sonst wird das Hörnchen für vieles in der Eisherstellung benutzt.
Nach dem Verstreichen der ersten Schicht kam die halbfertige Torte für eine halbe Stunde bei minus 25 Grad Celsius in den Gefrierschrank. Danach durfte ich die zweite Eisschicht aus Stracciatella auftragen. Wegen der Hygiene musste ich Gummihandschuhe tragen. Morgen werden wir dann weiter an der Torte arbeiten.

TAG 4

Wetter: Mittelmäßig eher kalt und grau
Heute war ein gemütlicher Tag und ich hatte viel Zeit. Ich habe die Pappeisbecher mit dem Logo der Eismanufaktur bestempelt. Es braucht ein wenig Übung, weil die Becher rund sind, und es darum schwierig ist, alle Buchstaben darauf zu stempeln. Wenn man den Stempel um die Rundung des Bechers von links nach rechts bewegt kann man alle Buchstaben gut erkennen.

Die Torte, die wir gestern angefangen hatten, hat Torsten schon alleine fertig gemacht.
Wir haben heute noch eine andere eingesetzt, bei der ich wieder zuschauen und mithelfen durfte. Gestern ist es mir anfangs schwer gefallen mit dem Hörnchen als Arbeitsgerät klar zu kommen. Heute fiel es mir schon leichter damit zu arbeiten.
Zuerst kratze ich ich mit dem Hörnchen eine Eisschicht aus dem Eisbehälter. Ich passte immer auf, dass ich in dem Eisbehälter eine ebene Oberfläche hinterlasse. Auch das Verstreichen der Eismasse in den Tortenring klappte von Mal zu Mal besser.

TAG 5

Wetter: Sonnenschein und warm
Heute war richtig was los in der Eismanufaktur. Es war sehr voll und alles musste sehr schnell gehen.

Während zwei Mitarbeiter vorne die Kunden bedient haben, durfte ich heute zum ersten Mal mithelfen Eis zu machen. Die Sorte heißt Birne-Feige. Und genau daraus besteht das Eis auch. Aus Birnenmus und Feigen.  Torsten macht auch vegane Eissorten (auf Öl Basis), aber dieses Eis macht er mit Milch. Torsten hat die getrockneten Feigen geschnitten und ich habe sie zusammen mit den Birnenmus in einen Messbecher gemengt. Dazu kam  Zucker.

Ich darf nicht verraten welche genauen Mengen an Zucker, Milch oder anderen Zutaten in das Eis gehören, um die Rezepte nicht zu verraten. Aber ehrlich gesagt habe ich diese Details selbst schon wieder vergessen. Zu der Masse schütteten wir, nachdem wir sie vorher noch mit einem Pürierstab püriert hatten, eine Flüssigkeit aus Milch, einem besonderen Zucker und Sahne hinzu. Die Feigen habe ich nur so weit püriert das man ab und zu kleine Stückchen schmecken kann. Mit einem Schneebesen habe ich die Masse noch einmal umgerührt.

Nun schütten wir die vorbereitete Eismasse nur noch in eine Eismaschine. Bevor wir sie anmachen,geben wir noch einen Löffel Zitronensaft und Johannisbrotkernmehl hinzu. Zitronensaft verstärkt den fruchtigen Geschmack. Das Johannisbrotkernmehl ist ein Bindemittel und hält das Eis zusammen.
Torsten benutzt eine 30 und eine 40 Jahre alte Eismaschine, weil er findet, dass sie das Eis cremiger und sahniger rührt. Heutzutage brauchen moderne Eismaschinen nur noch sieben Minuten bis das Eis fertig ist. Torstens Eismaschinen brauchen 20 Minuten und sind viel lauter aber das ist es ihm wert.

Das Eis wird in der gekühlten Rührschüssel der Eismaschine gegen den Uhrzeigersinn gedreht und von einem speziellen Messer, das gleichzeitig die Masse rührt, vom Rand abgekratzt.
Als unser Eis fertig war hat Torsten es, während die Maschine sich noch drehte, mit einem Teigspachtel herausgeholt. Er hat den Teigspachtel an den Rand der Maschine gehalten und hat somit das Eis aufgehalten sich weiter zu drehen. Mit einem Hörnchen hat er das Eis vom Teigspachtel abgemacht und in einen Eisbehälter getan.

Unser Eis war noch sehr weich, weil wir es etwas zu früh herausgeholt haben. Je länger man es in der Eismaschine lässt, desto härter und gefrorener wird es.
Das vegane Pistazien-Eis ist sehr hart, weshalb man es auch nur ganz schwer zu Kugel formen kann.
Das liegt daran das es auf Ölbasis hergestellt wurde und darum etwas fester als andere ist. Trotzdem schmeckt es sehr lecker.

TAG 6

gesa01Wetter: Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein
Als ich heute in der Eismanufaktur ankam war Torsten gerade dabei Stracciatella Eis herzustellen. Noch sah es nicht wie Stracciatella Eis aus, da die Schokolade noch fehlte. Ich dachte immer das da Schokoladenraspel hinein kommen würden. Heute weiß ich das die Schokolade flüssig hinein gegossen wird. Und durch die Kälte des Eises wird sie dann hart und stückig. Ich war erstaunt aber wenn man mal so darüber nachdenkt ist es eigentlich sehr logisch und zeitsparend.

Später durfte ich wieder mithelfen Eis zu machen. Heute haben wir die Sorte Frischkäse-Quitte gemacht. Wenn man zum ersten Mal von der Sorte hört klingt es vermutlich etwas gewagt. Aber ich finde die Sorte schmeckt sehr lecker.
Im Grunde genommen war es der gleiche Vorgang wie bei dem Birne-Feige Eis nur eben mit Frischkäse und Quittensaft. Ich sollte wieder die Zutaten mischen. Auch in dieses Eis kamen wieder Zitronensäure und Johannisbrotkernmehl hinein. Nach einer halben Stunde war es fertig und war sehr lecker.

Die Eismaschine haben wir etwas sauber gemacht und anschließend noch die Eissorte  Türkische Minze gemacht. Die Minze war getrocknet und hat richtig gut gerochen.
Später habe ich noch Erdbeersoße gemacht. Dafür musste ich erst frische Erdbeeren schneiden und sie dann zusammen mit Zucker und Zitronensaft in einem Behälter pürieren. Danach füllte ich die Soße in Flaschen.

Danach raspelte ich noch Schokolade für die Toppings.

Zweite Woche

In der zweiten Woche haben sich viele Arbeitsschritte wiederholt und mit der Zeit bekam ich Routine im Arbeitsalltag. Mir fallen viele Dinge jetzt leichter, zum Beispiel das Torten einsetzen oder das Aufräumen und Putzen. Vieles geht fast wie von selbst und ich bin schneller darin geworden zu bedienen und dem Kunden die gewünschten Eissorten aufzugeben.

Ich habe schnell gelernt zu sehen ob die Ordnung an den Tischen so ist wie sie sein soll.
Ich war immer darum bemüht mit dem Portionierer keine Krater in die Eissorten zu graben, sondern immer gleichmäßig das Eis abzukratzen damit es schön und ordentlich aussieht. Nur wenn viele Kunden schnell hintereinander bedient werden mussten hatte ich nicht mehr so viel Zeit für Feinheiten.

Es sieht auch nicht schön aus, wenn in einer Eissorte aus Versehen Stückchen einer anderen Eissorte hinein geraten. Es ist auch sehr wichtig, dass man mit einem Portionierer an dem noch Reste einer Milcheissorte kleben, nicht in eine vegane Eissorte geht.

Ich finde es übrigens toll, dass Torsten in der Eismanufaktur so viele vegane Eissorten, sowie die veganen und laktosefreien Hörnchen und die Sojamilch für die heißen Getränke anbietet. Des Öfteren habe ich mitbekommen, dass es auch bei den Kunden gut ankommt.

Außer Eis will Torsten ab dieser Woche auch Brüsseler Waffeln und Walnussbrownies verkaufen. Sie sind eine gute Alternative zum Eis, da das Wetter jetzt nicht mehr so warm und sonnig ist. Ich finde die Brownies und Waffeln sind wirklich sehr lecker.
Ich habe auch schon den Waffelteig gemacht. In der Konditorensprache ist Teig nicht der korrekte Ausdruck, sondern es heißt Masse, denn Teig ist die Bezeichnung für einen festen Teig, den man kneten kann. Und Masse ist flüssig. Wenn wir es falsch gesagt haben, hat Torsten uns immer verbessert.

Damit auch jeder weiß, dass es ab jetzt auch Waffeln und Brownies gibt, hat Torsten eine weitere “Eiskarte“ gemacht. Ich durfte ihm helfen und zugucken. Er macht das an seinem Laptop mit einem bestimmten Programm. Als Hintergrund nimmt er meist schwarze Holzstruktur. Dann schneidet er mithilfe dieses Programms die Fotos, die er vorher von den Speisen gemacht hat, zu. Dafür fährt er mit einer Schere des Computer-programms um den Rand des Tellers herum und setzt die Waffel anschließend auf den Hintergrund.
Das macht er mit allen Bildern, wobei er genau darauf achtet, exakt auf der Linie zu schneiden. Das dauert ewig.

Als nächstes schreibt er den Text sowohl in das Bild der Waffel als auch in das des Brownies. Ich unterstützte ihn dabei und gab ihm Ratschläge.
Damit es so aussieht als würden die Teller wirklich auf dem Hintergrund stehen, setzt Torsten unter die Teller jeweils einen Schatten. Nach einigem Hin und Herrücken des Textes und der Teller waren wir mit unserem Ergebnis zufrieden.

Wir wollten die  ‘‘Eiskarte‘‘ später in DIN A 5 haben, also druckten wir das Bild mit den Waffeln und das mit dem Brownie spiegelverkehrt zusammen auf ein DIN A 4 Blatt. Nachdem wir sie ausgedruckt haben,knickte ich die Blätter in der Mitte und schnitt die weißen Ränder ab und Torsten laminierte die Papiere zu Karten. Wir waren beide mit dem Ergebnis zufrieden.

Fast alle Leute, die in der Eismanufaktur Eis essen gehen, sind nett und sympathisch. Nur ein paar von ihnen sind etwas unhöflich. Da war zum Beispiel ein Mann, der, obwohl ich ihn gebeten habe zur Kasse zu kommen, mir das Geld einfach auf die die Theke gelegt hat. Meine Mitarbeiterin hat im dann freundlich erklärt, dass der Chef das nicht möchte, und das der Mann sich bitte an die Regeln der Eismanufaktur halten soll.

Mich hat das ziemlich verwirrt und ich wusste nicht genau, wie ich darauf reagieren sollte. Ich fand das Verhalten des Mannes ziemlich frech, weil alle anderen Kunden kein Problem damit haben an der Kasse zu zahlen. Torsten möchte nicht, dass das Geld über die Theke gereicht wird, weil es sonst in das Eis fallen könnte.

In einer anderen Situation hat ein Mann ein Eis gekauft und mit einem 5 € Schein bezahlt. Ich habe ihm, so wie ich es sonst auch immer mache, sein Rückgeld gegeben. Zehn Minuten später kam der Mann noch einmal und meinte ich hätte ihm 5€ zu wenig zurückgegeben.
Meiner Meinung nach hatte ich mich eigentlich nicht verrechnet, aber der Mann meinte er hätte mir keinen 5€ Schein, sondern einen 10€ Schein gegeben, weiler gar keinen 5€ Schein im Portemonnaie gehabt hätte. Ich war mir auf einmal nicht mehr sicher und zum Glück hat Torsten mit dem Mann abgemacht, dass Torsten am Abend die Kasse nachzählt, und wenn dann tatsächlich 5€ zu viel da sind, kann der Mann sie sich gerne in den nächsten Tagen abholen.

Ich habe Torsten am nächsten Tag darauf angesprochen und er meinte das keine 5€ zu viel da gewesen wären und das ich Recht gehabt hatte. Ich war ziemlich erleichtert.
Ich finde es sehr erstaunlich wie viele Eiskugeln manche Menschen bestellen. Ich habe auch Leute kennengelernt die 3 Kugeln der gleichen Sorte haben wollten. Für mich wäre das unvorstellbar.

Die Eismanufaktur hat viele Stammgäste. Manche von ihnen kommen fast täglich.
Man muss den Leuten sehr viele Fragen stellen, weil die meisten nur sagen welche Eissorte sie haben wollen. Was sie nicht sagen: Wie viele Eiskugeln es werden sollen, ob sie ihr Eis in der Waffel, oder im Becher haben wollen, ob sie das Eis mitnehmen, oder hier essen wollen, ob auf das Eis noch Sahne oder ob noch etwas anderes dazu kommt.
Diese immer wieder kehrenden Fragen, die ich den Kunden stellen muss haben dazu geführt das ich mich beim Stellen dieser Fragen eher unwohl gefühlt habe weil ich mir blöd gegenüber den Kunden vorkam und ich es ziemlich ermüdend fand immer wieder das Gleiche zu fragen.

Was mir immer noch schwer fällt, ist das Bedienen der Kaffeemaschine. Ich bin noch unsicher auf welchen Knopf ich für welches Heißgetränk drücken soll. Zum Glück beantworten meine Mitarbeiter geduldig meine Fragen.

Auch in der zweiten Woche bin ich immer noch gerne zur Arbeit gegangen. Auch in dieser Woche habe ich mehrfach Eistorten eingesetzt und sie auch dekoriert.

Dritte Woche

gesa04In meiner letzten Woche habe ich mich schon sehr sicher gefühlt und finde es sehr schade dass die Praktikumszeit nicht noch länger dauert. Ich weiß wo ich all meine Arbeitsmaterialien, die ich brauche, finde und bin sehr schnell in meinen täglichen Handgriffen geworden.

Aber auch jetzt lerne ich immer noch dazu. Obwohl ich auch in den vorherigen Wochen Frozen Joghurt verkauft habe, wusste ich nie die genaue Menge von  einer kleinen, beziehungsweise großen Portion Frozen Joghurt. Mein Mitarbeiter erklärte mir, dass man bei einem kleinen Frozen Joghurt ca. 2 Sekunden den Hebel hinuntergedrückt halten sollte und bei einem großen Frozen Joghurt 5 Sekunden. Diese Erklärung hat mir sehr geholfen.

Mit der Kaffeemaschine komme ich auch besser zurecht. Wenn ich eine Frage habe oder mir nicht ganz sicher bin frage ich lieber noch einmal nach.

Jeden Tag bevor ich anfange zu arbeiten, schaue ich mir die Eissorten in der Theke an. Ich gucke welche Sorte neu dazugekommen ist und ob vielleicht einen meiner Lieblingssorten dabei ist. Ich muss sie mir immer einprägen, damit ich die gewünschten Eissorten der Kunden schnell finden kann. Ich freue mich immer, wenn ich eine der Eissorten sehe, bei denen ich mitgeholfen habe sie herzustellen.

Insgesamt hat Torsten immer 16 verschiedene Eissorten in der Theke. Außerdem gibt es in der Theke eine bestimmte Anordnung der Eissorten. Auf der einen Seite sind die Milchsorten und auf der anderen die Frucht- und veganen Sorten. Und sie sind nach einem Hell/ Dunkel- Muster sortiert. Sorten wie Haselnuss, Schokolade, Erdbeere, Trüffel oder Granatapfel gehören  zu den dunklen Sorten. Andere Sorten wie  Zitrone, Stracciatella, Vanille oder Birkensaft-Minze gehören zu den hellen Sorten.

In dieser Woche durfte ich auf mehrere Tage verteilt zwei Torten ganz alleine machen. Den Anfang kannte ich bereits. Der Biskuitboden musste ausgestochen werden und die Tortenschichten mussten eingesetzt werden.
Mit einem Palettmesser habe ich die oberste Schicht glatt gestrichen. Das macht man damit es schön und ordentlich aussieht.

Dann mussten die Torten vom Tortenring befreit werden. Dafür mussten sie einige Minuten bei Zimmertemperatur stehen, damit sie sich leichter vom Ring entfernen lassen.Wie genau man das macht weiß ich nicht da ich in dem Moment vorne an der Theke mithelfen musste, da es sehr voll war. Darum hat Torsten das dann gemacht.

Als nächstes wird die Schrift aus Schokolade auf die Torten gemacht. Auch das durfte ich machen. Die Schrift zu machen hat viel Spaß gemacht, auch wenn es schwieriger war als es aussah.

Mir sind während des Tuns einige Missgeschicke passiert, aber wir konnten alles noch retten. Ich habe mit einem Spritzbeutel gefüllt mit geschlagener Sahne an den Rand der Torte Sahnestreifen gezogen, sie mit einem Hörnchen verstrichen und anschließend mit weißen Schokoladenkrümel verziert.

Dafür musste man die Torte in der einen Hand halten und immerzu drehen. Mit der anderen Hand musste man so schnell es geht die Schokoladenkrümel andrücken. Dieser Vorgang musste sehr schnell gehen, weil die Sahne sonst wegen der Kälte des Eises zu schnell gefroren wäre und die Schokoladenkrümel dann nicht mehr an der Torte gehaftet hätten.

Ich war ein bisschen zu langsam weshalb wir an manchen Stellen der Torte noch etwas neue Sahne und auch Schokoladenkrümel dranmachen mussten. Das war ziemlich anstrengend und ich war etwas gehetzt.

Danach sollte ich mit dem Spritzbeutel Sahnetupfen auf den Rand der obersten Schicht machen. Immer abwechselnd einen große und eine kleine Tupfe. Das hat Spaß gemacht und da ich das vorher schon geübt hatte klappte es ganz gut.

Nun ging es an das Verzieren der Torte. Auf die Sahnetupfen der einen Torte setzte ich  Mini Marshmallows und die andere Torte verzierte ich mit Luftschokolade- Stückchen. Danach dekorierte ich beide Torten mit Obststückchen, kleinen Zuckerherzen und ich setzte auch noch jeweils eine halb in Schokolade getunkte Physalis auf die Torten.

Eine Physalis hat innen eine runde, orangefarbene Frucht und schmeckt süß säuerlich. Außen wird sie von vertrockneten Blättern umrahmt. Man muss die Blätter auseinander klappen, um sie zu essen. Vor meinem Praktikum kannte ich sie noch nicht. Ich finde sie schmecken lecker und sind sehr dekorativ.

Mit dem Endergebnis meiner Torten war ich sehr zufrieden.

Schwerpunkte

In den drei Wochen habe ich bei ca. 10 Torten und 3-4 Eissorten mitgeholfen. Ich habe mich mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut verstanden und ich mich immer willkommen gefühlt.
Außerdem war ich froh, dass fast immer jemand mit mir zusammen gearbeitet hat. Es hat auch Spaß gemacht alleine zu arbeiten, aber mit jemandem zusammen habe ich mich sichererer gefühlt.

Wenn ich bei irgendetwas Schwierigkeiten hatte oder nicht weiter wusste, konnte ich mich immer an alle wenden und alle haben mir immer meine Fragen beantwortet. Ich habe mich immer wohl gefühlt und gerne mit allen Mitarbeitern zusammen gearbeitet. Wir haben des Öfteren Zeit gehabt uns zu unterhalten und auch über persönliche Dinge zu sprechen. Ich war erstaunt wie lange und ausführlich ich über unsere Waldorfschule ausgefragt wurde.

In meinem Schwerpunkt möchte ich beschreiben, welche Tätigkeiten mir am meisten Spaß gemacht haben.
Ich hatte große Freude daran, die Kunden zu bedienen und ihnen ihre Wünsche zu erfüllen. Ich habe mich gerne mit ihnen unterhalten und bin immer offen und mit einem Lächeln auf die Kunden zugegangen. Wenn an verregneten Tagen Kunden „auf ein Eis“ in die ‚Eismanufaktur‘ gekommen sind habe ich mich immer gefreut. Auch in schwierigen Situationen bin ich freundlich geblieben. Das ist eine echte Herausforderung für mich gewesen.

Es war für mich eine völlig neue Begegnung mit Menschen, weil ich in diesem Moment eine Mitarbeiterin des Ladens war, und keine Privatperson. Ich habe versucht geduldig zu sein, wenn z.B. eine erwachsene Person nicht gesagt hat, welche Eissorte sie haben möchte, sondern stattdessen nur mit dem Finger darauf gezeigt hat.

Je mehr Betrieb im Laden war, viele Kunden gekommen sind und wir viel Eis verkauft haben, desto mehr Spaß hatte ich an der Arbeit auch wenn ich dann am Abend meist müde und erschöpft war.

Ein zweiter Bereich meiner Tätigkeiten, die ich besonders spannend fand, war die Herstellung der Eistorten und das Zusammenstellen der Eisschalen.
Ich habe immer mit viel Liebe die Torten eingesetzt und verziert, da ich bei jeder Torte wollte, dass es die Schönste wird. Ich musste hin und wieder mich selbst daran erinnern, dass ich hier nicht langsam und geduldig arbeiten durfte, da das Eis nicht weich werden sollte.

Die Eisschalen sind von Torsten ausgedachte Eisbecher wie zum Beispiel Erdbeer- oder  Schokoschale oder der Nussknacker. Diese Eisbecher haben eine bestimmte Anzahl von Eiskugeln, Sahne, Toppings und Soßen. Ich habe die Schalen gerne gemacht, weil es mir Spaß macht, Sachen zu kreieren, und zu verzieren.
Ich gebe mir immer viel Mühe dabei. Meine Lieblingsschale ist die Fruchtschale, weil ich Früchte und Fruchteissorten besonders gerne mag und weil sie so schön bunt aussieht.

Fazit

Ich fand das Betriebspraktikum super und eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich habe in den drei Wochen viele neue Dinger kennengelernt, wie z.B. die Eis- und Tortenherstellung, das Eisverkaufen und den Umgang mit den Kunden. Ebenso das Bedienen von speziellen Maschinen, wie Kaffeemaschine oder ‚Frozen Yoghurt‘ – Maschine.

Ich habe mir in Allem sehr viel Mühe gegeben und bei Schwierigkeiten versucht nicht aufzugeben und das Beste daraus zu machen. Ich war überrascht, wie viel Vertrauen Torsten in mich setzte, dass ich z.B. alleine die Torten machen durfte. Es hat mich gefreut, dass er mir alles gut erklärte und ich überall zugucken und mithelfen durfte.

Ich habe es keine Sekunde bereut dort mein Praktikum gemacht zu haben und habe mich immer wohl gefühlt, auch wenn ich hin und wieder unsicher war. Jeden Tag bin ich gerne zu Arbeit gegangen. Mit allen MitarbeiterInnen kam ich gut zurecht und habe gerne mit ihnen gearbeitet.

Auch, dass ich von machen Kunden Trinkgeld gekommen würde, war mir anfangs nicht klar und ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich hätte mir an manchen Tagen mehr Kundschaft gewünscht, doch das schon herbstliche Wetter war teilweise kein ‚Eiswetter‘.

Über den Vorschlag von Torsten, dass ich bald in seinem Geschäft auch ‚richtig‘ arbeiten könne, habe ich mich sehr gefreut und werde es wahrscheinlich auch machen.